bogen

Bezirks- und Bezirksoberliga

An einem Wochenende kämpfen die Bogenmannschaften des Bezirks Mittelschwaben in der Mackilohalle in Mögglingen um Sätze und Punkte. Samstag ist Vorrunde und am Sonntag darauf Rückrunde. Ein straffes Programm für die Schützen, heißt es doch zwei Tag mit je sieben Matches voll konzentriert an die Startlinie zu gehen. Jetzt zeigt sich, wer regelmäßig trainiert. Am Samstagmorgen, Bezirksliga, sind zwei Teams von uns am Start. Im Gegensatz zu Mögglingen 3, die nicht gut ins Turnier starten, legen die Schützen von Mögglingen 2  eine tadellose Vorrunde hin und gewinnen alle Matches. Die Tabellenführung nach dem 1. Wettkampftag ist der verdiente Lohn. Am Nachmittag, Bezirksoberliga, sind die Bogenschützen der 1. Mannschaft nicht ganz so erfolgreich. Die Remstäler gewinnen sechs Matches, Geislingen 2 ist nicht schlechter und gewinnen auch alle Kämpfe, so dass es im siebten Match beim direkten Duell um die Tabellenführung geht. Bevor die Heimmannschaft richtig wach ist, liegen sie schon mit 0:4 zurück, kämpfen sich aber bis zum 4:4 heran. Jetzt muss der letzte Satz entscheiden. 49:50 wird der Satz und damit das Match verloren. Nach der Hinrunde ist Geislingen 2 vor Mögglingen 1 Tabellenführer. Sonntagmorgen melden sich zwei Schützen der Heimteams krank und Dierk muss die Mannschaften umbauen. Trotzdem legen die Schützen der 2. Mannschaft los wie die Feuerwehr und gewinnen auch in der Rückrunde alle Matches. Mit 28:0 Punkten sind Anna Boost, Cyndia Müller, Manfred Peischl und Frank Müller verdient Meister und Aufsteiger in die Bezirksoberliga. In der BOL siegen die Erst- und Zweitplatzierten der Vorrunde im Gleichschritt die ersten vier Matches. Nach der Pause kommen unsere Schützen gegen Heidenheim über ein unentschieden nicht hinaus. Da Geislingen gewinnt, betragt der Abstand zur Tabellenführung jetzt drei Punkte. Aber im nächsten Match zeigt auch Geislingen Nerven und verliert gegen Heidenheim. Wieder muss im letzten Match gegen Geislingen um den 1.Platz gekämpft werden. Diesmal legen wir vor und gewinnt den 1.Satz. Der 2. Satz geht an Geislingen,  2:2. Nervenstark gewinnt unsere Mannschaft die nächsten beide Sätze, gewinnen das Match mit 6:2 und holen sich den Meistertitel in der BOL. Jetzt wartet die Regelgation auf Franziska Laux, Klaus Sachsenmaier, Dierk Laux und Stefan Berendi welche über den Aufstieg in die Landesliga entscheidet. Spannende Matches sind vorprogrammiert.

Bezirksmeisterschaft

Von uns fahren 13 Bogenschützen nach Deggingen zur Bezirksmeisterschaft. Wir sind zwar nicht abergläubisch, aber die Ergebnisse sind nicht so, wie es mancher Schütze erwartet und gewünscht hat. Trotzdem schaffen fünf Bogensportler und eine Mannschaft die Zulassung zur Landesmeisterschaft in Ditzingen. Unsere Schützenjugend wird von Leopold Richter mit dem Compoundbogen vertreten, der die Qualizahl 519 Ringe gerade so geschafft hat. Franziska Laux vertritt die Damen des Vereins bei den LM. Mit 531 Ringen übertrifft sie klar die geforderten 509 Ringe. Unsere Alten Herren treten als Mannschaft und im Einzel an die Startlinie. Die geforderten 514 Ringe werden von Klaus Sachsenmaier 525 Ringe und Stefan Berendi 522 Ringe übertroffen. Dierk Laux ist auch dabei, da die Mannschaft die geforderten 1550 Ringe um zwei Ringe übertroffen hat. Wir wünschen allen Teilnehmern an der LM in Ditzingen Alle ins Gold!

WSV – Pokal

Die besten 16 Vereinsmannschaften der Bogenschützen im Freien treffen sich in Weilheim/Teck. Hier soll das beste Team Württembergs ermittelt werden und als Dritter bei der Bezirksoberliga sind die Mögglinger gerade so mit dabei. Zum ersten Mal in diesem Jahr schießen die Teams bei trockenem, heißem Wetter eine Meisterschaft aus. Die ersten Matches, die die drei Mögglinger Schützen, Franziska Laux, Dierk Laux und Klaus Sachsenmaier, zu bestreiten haben, haben es in sich. Fellbach-Schmiden und Ditzingen, die Finalisten im letzten Jahr, Heidenheim, gegen die wir bei der BOL schon verloren haben und Ludwigsburg sind die Gegner. Eigentlich rechnen wir uns keine Chance aus, deshalb nutzen wir sie einfach, denken sich die Drei. Das erste Match gegen Fellbach-Schmiden wird mit 6:2 gewonnen. Gegen Ditzingen reicht es nicht ganz, 4:6 ist das Endergebnis. Aber im dritten Match gegen Ludwigsburg 6:4 und im vierten Match gegen Heidenheim 6:2 sind die Mögglinger wieder konzentriert dabei und gewinnen. Zur Pause stehen unsere Bogenschützen auf einem überraschenden  zweiten Tabellenplatz. Das erste Match nach der Pause gegen Reutlingen wird zwar knapp aber doch mit 6:4 gewonnen und damit ist der Einzug in die Finalrunde erreicht. Damit haben die Remstäler nicht gerechnet, freuen sich aber darauf. Die folgenden Matches gegen Brackenheim und Laupheim zwar gehen verloren, aber wen juckt’s. Jetzt steht die Finalrunde an. Nach vier Stunden Bogenschießen in brütender Hitze wären jetzt einigen Regentropfen angenehm gewesen. Im Viertelfinale gegen den BC Magstadt geht der erste Satz mit 47:48 verloren. Der zweite Satz wird mit 48:48 beendet und den dritten Satz gewinnen die Mögglinger mit 53:52. Jetzt steht es nach Satzpunkten 3:3. Leider gehen die beiden nächsten Sätze mit 41:44 und 43:45 verloren, so dass das Turnier damit leider für uns zu Ende ist. Aber der Tag ist trotzdem ein Erfolg für das Bogenteam Mögglingen.


Der Bogen im Laufe der Zeit

Da die ersten Pfeile, Bögen und Sehnen aus organischem Material waren, nämlich Holz und Tiersehnen und deshalb mit der Zeit verrotteten, lässt sich nicht genau sagen, wann die Menschen zum ersten Mal mit Pfeil und Bogen auf die Jagd gingen. Es wird aber vermutet, dass schon vor über 30.000 Jahren den Menschen der Gebrauch von Pfeil und Bogen bekannt war. Die ältesten archäologischen Funde, die als Bogen ausgelegt werden können, sind ca. 16.000 Jahre alt. In der Steinzeit wurden die Pfeile mit Steinspitzen versehen, die bei Ausgrabungen zweifelsfrei zugeordnet werden konnten. Im Laufe der Zeit wurden die Bögen immer ausgereifter und an die örtlichen Gegebenheit angepasst. Aus einem Jagdgerät wurde eine Jagd- und Kriegswaffe. Die Reitervölker der Steppe entwickelten den Kurzbogen mit rückwärts geschwungenen Bogenenden und in Ägypten wurden die ersten Kopositbögen eingeführt. Der klassische Langbogen entwickelte sich im europäischen Mittelalter zum englischen Langbogen mit sehr hohen Zuggewichten weiter, um gegen die gepanzerten Reiter wirksam sein zu können. So konnte ein Pfeil, der von einem Langbogenschützen abgeschossen wurde, mühelos eine damals gebräuchliches Kettenhemd und unter günstigen Bedingungen sogar die Panzerung eines Ritters durchschlagen. Allerdings mussten entsprechend große Kräfte zum Spannen des Bogens ausgeübt werden. Die Kriegstaktik der Bogenschützen bestand nicht aus einzelnen gezielten Schüssen, sondern ganze Salven von Pfeilen wurden auf die Feine abgeschossen. Feindliche Kavallerie hatte deshalb nur selten die Möglichkeit, die Bogenschützen mit ihren Nahkampfwaffen anzugreifen.
Zur Herstellung von Langbögen verwendeten die Engländer vorwiegend das Holz der Eibe, da dieses die hohen auftretenden Zug- und Stauchkräfte aufnehmen kann. Noch heute ist die Eibe streng geschützt, weil dem damaligen Bedarf an Eibenholz fast die gesamten Bestände des Alpenraums und der Pyrenäen zum Opfer gefallen waren.
Die meisten englischen Langbögen reichten dem Schützen im ungespannten Zustand mindestens bis auf Augenhöhe und hatten ein Zuggewicht von über 100 lbs.
Um 1.500 n. Chr. wurden die Langbögen nach und nach durch Musketen und Arkebusen abgelöst.

Primitiv-oder Langbogenbogen

Ein Primitiv-oder Langbogen ist in seiner ursprünglichen Form aus einem Stück Holz gefertigt. Ein solcher traditioneller Bogen besitzt daher keine Pfeilauflage. Der Pfeile wird vor dem schießen auf den Handrücken der Bogenhand gelegt. Bei Primitv- oder Langbögen darf die Sehen die Wurfarme nur am den Ende berühren.

Recurvebogen

Recurve steht für das Hauptmerkmal dieses Bogentyps, die zurückgebogene Form der Wurfarme. Recurvebogen speichern in ihren Wurfarmen mehr Energie und haben daher einen höheren Wirkungsgrad als Langbogen. Die anliegenden Sehnen dämpfen außerdem den Handschock nach dem Schuss. Während beim Langbogen die Bogensehne frei schwingt, liegt sie beim Recurvebogen auf den Wurfarmenden auf. Durch die Streckung der Sehne beim Abschuss wird ein Teil der Schwingungen vom Bogen absorbiert. Bei Recurvebögen können die Wurfarme am Mittelteil demontiert werden. Die Bögen können dadurch leichter transportiert und Wurfarme gegen stärkere oder schwächere Arme ausgetauscht werden. Das olympische Bogenschießen findet heute mit Recurvebögen, ausgestattet mit Visier, Stabilisatoren, Klicker usw. statt.

Compoundbogen

Der Compoundbogen besitzt an den Bogenenden drehbare, exzentrische Räder mit zwei verschiedenen Durchmessern, auf denen Kabel oder Sehne aufgerollt sind. Im ungespannten Zustand ist auf dem größeren der beiden Räder die Sehne aufgerollt. Beim Spannen des Bogens wird die Sehne vom großen Rad abgerollt und auf dem kleinen Rad aufgerollt. Dadurch nimmt mit steigendem Auszug die Kraft zunächst stetig zu, um dann aber ab einem bestimmten Punkt schlagartig abzunehmen. Der Bogenschütze hält dann bei voll ausgezogenem Bogen nur noch einen Bruchteil des Zuggewichtes auf der Hand. Dadurch kann der Bogen ruhiger gehalten werden und das Zielen fällt wesentlich leichter. Der Compoundbogen ist der modernste aller Bögen und wird in der Regel mit einem Release geschossen, welches Lösefehler reduziert. Zusätzlich werden Wasserwaagen und Vergrößerungen im Visier benutzt. Gepaart mit dem geringen Haltegewicht machen diese Hilfen den Compoundbogen insgesamt sehr präzise.